Umweltprogramm
Nach der Sommerpause ging der Prozess „Grüner Gockel“ weiter mit der Erstellung des Umweltprogramms. Die im Portfolio festgelegten Umweltaspekte waren Grundlage für die Erstellung dieses Programms. Pro Aspekt wurden konkrete Umweltziele festgelegt. Um diese Ziele zu erreichen, sind verschiedene Maßnahmen nötig, die genau benannt und terminiert werden müssen. So wurde im Umweltprogramm ein Zeitraum festgelegt in dem die Maßnahmen umgesetzt werden sollen. Es wurden Personen gesucht, die bereit sind die Umsetzung der Maßnahmen voranzubringen oder je nach Aufgabenbereich diese eigenständig oder mit Unterstützung zu realisieren.
Ein wichtiger Aspekt dabei ist die Finanzierung der Vorhaben. Vielleicht ist es auch der wichtigste, denn bei all unserem Engagement, unseren Diskussionen und unserem Ringen um Formulierungen müssen wir immer wieder erkennen, dass alle Maßnahmen, die wir für sinnvoll erachten letztlich von der Finanzierung durch die Diözese abhängig sind. Seit Oktober 2023 gibt es in der Diözese den sogenannten Schöpfungsfonds. „Der Fonds unterstützt Initiativen von Pfarrgemeinden im Sinne der christlichen Schöpfungsverantwortung“.
https://bistum-augsburg.de/Hauptabteilung-II/Kirche-und-Umwelt/Schoepfungsfonds
Diese Information schenkt uns Hoffnung auf finanzielle Unterstützung der geplanten Maßnahmen. Der nächste Schritt, der jetzt nötig ist, ist die Zustimmung des Pfarrgemeinderats und der Kirchenverwaltung zum vorliegenden Umweltprogramm.
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Das Umweltteam hat im Zuge der Umsetzungen des Maßnahmenkatalogs einen Verhaltenskodex für Mitarbeitende in der Pfarrei St. Hedwig erstellt. Dieser Kodex wird allen Mitarbeitenden vorgelegt und von ihnen unterschrieben. Damit zeigen wir alle, dass wir bereit sind, aktiv die Schöpfungsleitlinien der Pfarrei umzusetzen. So bleiben unsere Ziele nicht nur schöne Formulierungen und jede und jeder Einzelne weiß, dass es auf sein Handeln ankommt. Ausdrücklich sprechen wir auch alle ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den Verhaltenskodex zu verinnerlichen und entsprechend zu handeln.
Verhaltenskodex für Mitarbeitende in St. Hedwig und der Kindertagesstätte St. Hedwig in Bezug auf Schöpfung und Umwelt
Die Pfarrgemeinde St. Hedwig ist seit dem 11.02.2025 mit dem kirchlichen Umweltmanagementsystem „Grüner Gockel“ zertifiziert. Die Schöpfungsleitlinien auf der Rückseite sind unsere Ziele, weitere Informationen können Sie unserem Umweltbericht auf der Homepage entnehmen.
Dieser Verhaltenskodex ist ein Baustein der konkreten Umsetzung (siehe Umweltbericht S. 32), und alle Mitarbeitenden sind angehalten, die nachfolgenden Punkte stets zu bedenken und bestmöglich umzusetzen. Wir denken dabei in erster Linie an die Umsetzung am Arbeitsplatz, laden aber auch dazu ein, dies im privaten Umfeld und im Ehrenamt zu beherzigen. Wir haben nur diese eine Welt, die es gemeinsam zu schützen gilt.
Mobilität
- Bitte prüfen Sie, ob Sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit kommen können.
- Es gibt die Möglichkeit, ein Jobrad in Anspruch zu nehmen.
- Bilden Sie, wenn möglich, mit Ihren Kolleginnen und Kollegen Fahrgemeinschaften.
- Falls sie dennoch ein Auto benötigen, ziehen sie ein Elektroauto vor mit dem sich darüber hinaus jährlich bis zu zweitausend Euro sparen lassen.
Heizen
- Lüften sie regelmäßig, drehen Sie dazu die Heizung ab.
- Achten Sie darauf, dass Räume nicht überheizt sind.
- Regeln Sie die Heizung nach Arbeitsschluss oder nach einer Veranstaltung auf Stufe 2 zurück (in der Kindertagesstätte, in den Ferien)
- Schließen Sie, falls vorhanden, im Winter nach Arbeitsschluss die Rollos/ Rollläden.
Strom
- Denken Sie daran, die Beleuchtung bei ausreichendem Tageslicht bzw. beim Verlassen der Räume auszuschalten.
- Ziehen Sie, wo möglich, die Stecker von Geräten nach Arbeitsschluss aus der Dose (Brandschutz).
Beschaffung
- Versuchen Sie regionale, saisonale, biologische und umweltschonende Produkte einzukaufen.
- Die gekauften Produkte sollten nach Möglichkeit wenig oder ressourcen-schonend verpackt sein.
Abfalltrennung und –Vermeidung
- Bitte beachten und nutzen Sie die bestehenden Pfandsysteme.
- Abfälle müssen grundsätzlich getrennt werden, nutzen Sie die bereitgestellten Tonnen.
- Bei Fragen wenden Sie sich an Frau Zimmermann oder das Ehepaar Hämmerle.
Fortbildung
- Bitte nehmen Sie an den angebotenen Fortbildungen zum Thema Umweltschutz teil.
„Ohne eine Solidarität zwischen den Generationen kann von nachhaltiger Entwicklung keine Rede mehr sein. (…) Wir reden hier nicht von einer optionalen Haltung, sondern von einer grundlegenden Frage der Gerechtigkeit, da die Erde, die wir empfangen haben, auch jenen gehört, die erst noch kommen.“ (Enzyklika Laudato si‘ von Papst Franziskus Seite 159)
Schöpfungsleitlinien der Pfarrei St. Hedwig
Präambel
Wir als Pfarrei St. Hedwig sind durch die Enzyklika Laudato si‘ bestärkt worden, uns mehr für unsere Umwelt zu engagieren.
„Ich lade dringlich zu einem neuen Dialog ein über die Art und Weise, wie wir die Zukunft unseres Planeten gestalten. (…) Alle können wir als Werkzeuge Gottes an der Bewahrung der Schöpfung mitarbeiten, ein jeder von seiner Kultur, seiner Erfahrung, seinen Initiativen und seinen Fähigkeiten aus“. (Papst Franziskus)
Diese Einladung nehmen wir als Pfarrgemeinde an und sind bereit, uns für die Bewahrung Gottes wunderbarer Schöpfung in unserer Gemeinde St. Hedwig nach Kräften einzusetzen.
Wir alle zusammen sind damit aufgerufen zum nachhaltigen Umgang mit unserer Erde.
1. Wir sind verantwortlich und zuständig für den Erhalt der uns von Gott anvertrauten Schöpfung. Deren Schutz gehört daher zu unserem christlichen Selbstverständnis.
2. Wir erklären uns solidarisch mit Menschen aus allen Teilen der Welt und wollen unseren Lebensstil nicht auf Kosten anderer erhalten oder verbessern.
3. Unser Handeln muss sich auch an den zu erwartenden Bedürfnissen künftiger Generationen orientieren und darf deren Lebensbedingungen nicht unumkehrbar verbauen.
4. Wir sorgen für gesunde und naturnahe Lebensräume, fördern die Artenvielfalt und gehen mit den natürlichen Rohstoffen sparsam und verantwortungsvoll um.
5. Wir streben an, regionale und ökologisch erzeugte Güter sowie fair gehandelte Produkte zu kaufen.
6. Wir gestalten bauliche Maßnahmen von Anfang an verstärkt ökologisch und bemühen uns, vorhandene Umweltbelastungen zu reduzieren.
7. Wir tauschen unsere Erfahrungen und Ideen untereinander und mit anderen aus. Die Gemeindemitglieder und Interessierte werden einbezogen. Für Anregungen und Kritik sind wir offen und wollen miteinander diskutieren.
8. In unserer Kindertagesstätte, aber auch in den verschiedenen Gruppen und Arbeitskreisen der Pfarrei, sowie in der Verkündigung des Wortes Gottes machen wir unsere Verantwortung für die Umwelt und unser Umfeld zum Thema.
9. Wir verbessern kontinuierlich das Umweltmanagementsystem. Wir halten die geltenden Vorschriften ein und dokumentieren transparent die Bemühungen und Fortschritte.
